Die 48. Jazzwoche Burghausen

Mit diesem wunderbaren Video über die diesjährige Jazzwoche von Markus Valley verabschieden wir uns für dieses Jahr!

Es war eine Woche voll mit Musik, Erlebnissen, Eindrücken und tollen Begegnungen: Eine ganz besondere Jazzwoche!

Bis nächstes Jahr vom 6. bis zum 11. März 2018…

 

Menschen im Hotel

Gästebucheintrag von Lionel Hampton

Gästebucheintrag von Lionel Hampton

Die Jazzwoche Burghausen bedeutet auch Hochsaison für die Hotels der Stadt. Im kulturell aktiven Ort mit herrlichem Altstadt- und Burgpanorama sind die Häuser zwar auch sonst gut gebucht; aber jedes Jahr im März steht das Leben der Stadt Kopf – und vor allem unter einem besonderen Stern.

„Es ist jedes Mal wie Weihnachten“, sagt Johanna Mitterer vom Hotel „Post“ in der Altstadt; „man weiß schon, worauf man sich freuen kann. Nur halt im März.“

Seit Beginn der jährlichen Festivals 1970 war das Hotel zur Post Unterkunft für viele weltberühmte Musiker, zum Beispiel Lionel Hampton, Dizzy Gillespie  oder Oscar Peterson. Johanna Mitterer hat uns einen Blick in die Gästebücher gewährt.

Gästebucheintrag von Dizzy Gillespie 1978

Gästebucheintrag von Dizzy Gillespie 1978

Baden Powell aß 1983 für drei: „Ein keiner, schmächtiger Mann – setzte sich an den Katzentisch, der sonst von uns gar nicht belegt wird, und bestellte einen Gang nach dem anderen. Wir standen hinter den Kulissen und fragten uns, wie er das schaffen konnte – es sind ja keine kleinen Portionen“, so Mitterer. Fünf Gänge hatte er schon verinnerlicht, als er nach dem Nachtisch verlangte. Besorgt verfolgte man das Geschehen, aber alles ging gut, ohne dass er platzte.

Gästebucheintrag Baden Powell 1983

Gästebucheintrag Baden Powell & Airto Moreira 1983

Für Art Blakey musste – jazzgemäß – improvisiert werden: Spätnachts traf er ein und wollte ein ganz bestimmtes Zimmer, in dem aber Musiker aus der Schweiz einquartiert waren, die gerade auf der Bühne standen. Die Zeichen standen auf Sturm, soviel ließ Blakey mit Nachdruck spüren. Mit Fingerspitzengefühl wurde in spätnächtlicher Hau-Ruck-Aktion alles neu geordnet – die anderen Musiker reisten passenderweise noch in der Nacht ab -, Gepäck gepackt und umgewuchtet. Es hat sich für alle gelohnt: Art Blakeys Laune wandelte sich schlagartig. Fröhlich pfeifend verließ er das Hotel Richtung Konzertsaal und lieferte einen denkwürdigen Auftritt.

Auch die anderen Hotels in Burghausen haben viel erlebt, nicht nur mit den Jazz-Stars, sondern auch mit Gästen aus aller Welt, Improvisationen aller Art und den Medienmitarbeitern, die seit vielen Jahren die Jazzwoche begleiten.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden…

 

„Programa supercool“

Gestern früh wussten Saxophonistin Lakecia Benjamin und Pianist Roberto Fonseca noch nicht besonders viel über BR-KLASSIK. Seit gestern Nacht, sind sie Fans!

Hier ihre kleinen Statements

Lakecia Benjamin kurz vor dem Soundcheck...
Roberto Fonseca im Tourbus

… und hier die Links zu ihren großartigen, ganz unterschiedlichen Auftritten, in voller Länge auf www.br-klassik.de:

Lakecia Benjamin & Soul Squad

Roberto Fonseca „ABUC“

 

There’s a light… over at the Jazzkeller’s place

Der Jazzkeller im historischen Mautnerschloss mitten in der Altstadt ist der allnächtliche Hotspot der Jazzwoche. Noch beschwingt vom Hauptkonzert wächst auf dem Weg dorthin durch die Fußgängerzone „In den Grüben“ mit jedem Meter die Vorfreude auf das Festival-Wohnzimmer. Der leuchtende Neon-Schriftzug neben dem Eingang weist den jazzhungrigen Fans den Weg in das alte Gewölbe, das in vergangenen Zeiten als „Mautstation“ für die Salztransporte auf der Salzach diente. Die Sessions locken nicht nur Festival-Gäste „nach unten“ (wie man hier sagt, weil die Wackerhalle in der topographisch höhergelegenen Neustadt liegt), der Jazzkeller ist auch Sammelbecken für Journalisten, Techniker sowie alle Mitarbeiter und Helfer des Festivals. Man entspannt, tauscht sich über die gerade zuende gegangenen Konzerte aus, geniesst die Livemusik und fachsimpelt bei Bier und Gulaschsuppe.

Eine wichtige Rolle kommt dabei unseren Shuttle-Fahrern zu, die alles möglich machen, um den Musikern, die gerade noch auf der großen Bühne der Wackerhalle gespielt haben, den Besuch der Session schmackhaft zu machen und sie von der Halle mit einem Stopover über das Hotel in die Altstadt zu fahren. Angesichts der heute vorherrschenden engen Tour-Zeitpläne kein leichtes Unterfangen, müssen die Musiker doch oft bereits am nächsten Tag frühmorgens bereits wieder Richtung Flughafen aufbrechen. Umso größer ist die Freude, wenn wieder ein Schwung Musiker mit ihren Instrumenten die Tür des Jazzkellers passiert. Dann bietet sich nicht nur die Gelegenheit, die Künstler nochmals sehr unmittelbar musikalisch zu erleben, sondern an der Bar oder an den Tischen persönlich ins Gespräch zu kommen – bis in die frühen Morgenstunden…

 

Die Stars zu Hause

Die Fotoausstellung zur Jazzwoche Burghausen

Ein Video von Markus Valley

Im Haus der Fotografie in Burghausen gibt es gerade eine bemerkenswerte Ausstellung. Der Leipziger Fotograf Arne Reimer hat 100 Jazzlegenden zu Hause in deren privatem Umfeld besucht und äußerst persönliche und beeindruckende Fotos gemacht. Selten kam man diesen „American Jazz Heroes“, so der Titel der Ausstellung, so nahe. Wir haben einen Rundgang gemacht.

Die Ausstellung geht noch bis 7. Mai 2017 im Haus der Fotografie

 

So jazzig klingt die Burg Burghausen

Trompeter Matthias Lindermayr beim Akustik-Check

Am Dienstagabend wurde er beim Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis mit dem Solistenpreis ausgezeichnet: Der Münchner Trompeter Matthias Lindermayr. Wir haben mit ihm den Akustik-Check auf der längsten Burg der Welt in Burghausen gemacht. Wie klingt die Komposition „Whisper not“ von Saxophonist Benny Golson an verschiedenen Orten der Burg?

 

 

 

Kommt sie noch in den Jazzkeller?

Wird sie noch auftauchen auf der Jamsession nach ihrem Konzert?

Hier die Antwort: Joss Stone kurz vor ihrem Konzert in Burghausen

 

Das Interview führte Raimund Meisenberger (Passauer Neue Presse). Das ganze Gespräch mit Joss Stone gibt es auf dem PNP-Jazzblog:

http://live.pnp.de/Event/PNP-Jazzblog_2017

 

Oval Office

v.l.: Brigitte und Susi sowie die ehrenamtlichen Helfer Paulina, Christiane, Raphael und Praktikantin Hannah

v.l.: Brigitte und Susi sowie die ehrenamtlichen Helfer Paulina, Christiane, Raphael und Praktikantin Hannah

Das Oval Office der Jazzwoche mag zwar nicht diese Form haben, ist aber während des Festivals ebenso wie das Original im Weißen Haus von zentraler Bedeutung. Die Geschäftsstelle der IG Jazz ist das ganze Jahre über aktiv, zur Jazzwoche ist sie hyperaktiv.

Hier laufen alle Fäden zusammen und Susi und Brigitte, die beiden Mitarbeiterinnen, haben alle Hände voll zu tun, dass diese Fäden sich nicht zu einem untrennbaren Knäuel verknoten. Während laufend noch Ticketwünsche per Telefon oder Mail eingehen, müssen die beiden gleichzeitig alle möglichen organisatorischen Dinge klären sowie viele kleine und großen Probleme lösen. Auf dem Flug verlorengegangene Instrumente, unauffindbare Musiker, die nicht mit der geplanten Maschine gelandet sind, Flugstreiks, Friseurtermine für Künstlerinnen, ein kühlender Ventilator für die Bühne, Shoppingtouren, Zimmerumbuchungen, Störungen im Ticketsystem, Anfragen der Tourmanager u.v.m. – tagtäglich sind viele Herausforderungen zu bewältigen. Immer einen kühlen Kopf zu bewahren, fällt da nicht leicht, aber Susi und Brigitte schaffen es immer wieder, alle Hürden zu nehmen. Langjährige Erfahrung, Flexibilität und ein gut funktionierendes Kleinstadt-Netzwerk machen es möglich (ein Quentchen Glück gehört natülich auch immer dazu…)

Kreatives Chaos...

Kreatives Chaos…

 

Jazzwoche 2017

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Am Dienstag geht es endlich wieder los!

Auch hier im Jazz-Blog zur Jazzwoche… Wir planen ganz tolle Beiträge, Interviews und Buntes um und über die 48. Internationale Jazzwoche Burghausen!!!